Biographie

Geboren in Zelezniki, Slowenien, studierte Janez Lotric bei Ksenja Vidall-Zebre und an der Musikakademie in Ljubljana bei Otta Ondina-Klasinc, später bei Kammersängerin Hilde Zadek in Wien. Bei Mario del Monaco absolvierte er einen "Corso di perfezionamento e interpretazione".

1980 debütierte Janez Lotric noch während seiner Ausbildung als Nemorino in „L’ELISIR D’AMORE“ an der Oper Maribor, wo er bis 1987 blieb. 1986 war er als Riccardo aus „UN BALLO IN MASCHERA“ Preisträger beim Wettbewerb „Toti dal monte“ in Treviso und erhielt ein Stipendium.

Nach großen Erfolgen in Slowenien, Kroatien, Tschechien und der Slowakei sowie an deutschen Bühnen, wurde Lutz Hochstraate 1993 auf Janez Lotric aufmerksam, als er in Ljubljana „ARIADNE AUF NAXOS“ inszenierte, in der Lotric als Bacchus einen glänzenden Erfolg feierte. Hochstraate verpflichtete ihn daraufhin 1995 als Don José in „CARMEN“, sowie 1996/97 als Turiddu in „CAVALLERIA RUSTICANA“ an das Landestheater Salzburg.

Im Juni 1996 debütierte Janez Lotric unter großem Beifall von Publikum und Kritik als Canio in „I PAGLIACCI“ an der Wiener Staatsoper. Einen außergewöhnlichen Erfolg feierte er im Oktober 1996 als Turiddu im Großen Festspielhaus in Salzburg. Im November 1996 folgte sein Debüt als Manrico in „IL TROVATORE“ an der Deutschen Oper Berlin; nur wenige Tage später begeisterte er als Calaf  in „TURANDOT“ an der Wiener Staatsoper.

Im Dezember 1996 debütierte Janez Lotric als Rodolfo in „LA BOHÈME“ in der Inszenierung von Peter Konwitschny am Opernhaus Graz, an das er auch für eine Reihe von Vorstellungen von „CAVALLERIA RUSTICANA“ und „I PAGLIACCI“ im Jahr 1998 eingeladen wurde. Ebenfalls im Dezember gastierte Lotric als Titelheld in „LES CONTES D’HOFFMANN“ an der Opéra Comique in Paris. Anfang 1997 gab er den Don José an der Hamburger Staatsoper und den Calaf in Kopenhagen. Im Mai 1997 kehrte er als Bacchus in „ARIADNE AUF NAXOS“ an die Wiener Staatsoper zurück, wo er auch den Manrico in „IL TROVATORE“ sang.

Seither ist Janez Lotric an der Wiener Staatsoper in zahlreichen Rollen seines Fachs zu hören, u.a. als Bacchus („ARIADNE AUF NAXOS“), Jean de Leyde („LE PROPHÈTE“), Turiddu („CAVALLERIA RUSTICANA“), Canio („I PAGLIACCI“), Jean („HÉRODIADE“), Manrico („IL TROVATORE“), Arrigo („I VESPRI SICILIANI“). Im Sommer 1999 sang er beim Opernfestival in Gars am Kamp (Österreich) einen viel­umjubelten Florestan („FIDELIO“).

An der Wiener Staatsoper sang er im Zeitraum 1996 bis 2000 in 80 Vorstellungen 11 Rollen.

Im März 2000 debütierte Janez Lotric an der Pariser Opera Bastille als Hoffmann in der Neueinstudierung von „LES CONTES D’HOFFMANN“, in der Regie von Robert Carsen, unter der musikalischen Leitung von James Conlon, anschließend war er ein gefeierter Manrico in „IL TROVATORE“ an der Oper Frankfurt und im Juli 2000 Ernani („ERNANI“) am Teatro Real in Madrid.

Im Oktober 2000 nahm Janez Lotric an einer Japan-Tournee der Wiener Staatsoper teil, wo er unter der Stabführung von Giuseppe Sinopoli an der Seite von Edita Gruberova, Agnes Baltsa und Cheryl Studer  den Bacchus in „ARIADNE AUF NAXOS“ sang.

Im Dezember 2000 wurde Janez Lotric als Manrico an der Mailänder Scala gefeiert.

2001:

In Februar sang Janez Lotric im kroatischen Fernsehen die Titelrolle in einem konzertanten "ERNANI",
an der Deutschen Oper Berlin übernahm erAlvaro in G. Verdis "LA FORZA DEL DESTINO".
Im Mai war er Hoffmann an der Opéra Bastille in Paris und Manrico am Opernhaus Zürich.
Im Juni gab es Vorstellungen von "TURANDOT" an der Mailänder Scala.
Im Juli sang Janez Lotric bei den Festspielen von Montpellier an einem Abend 2 Turiddus:
Der "CAVALLERIA RUSTICANA" von Mascagni stellte man die gleichnamige Oper von Domenico Monleone zur Seite.

Am Teatro Costanzi in Rom sang Janez Lotric im Juli und August 2001 in einer Reihe von "TROVATORE"-Vorstellungen Manrico.
Es folgten einige Konzerte in Ägypten.
In Bilbao / Spanien war er im Dezember 2001 Arrigo in "I VESPRI SICILIANI".

2002

An der Oper von Monte Carlo sang Janez Lotric im März 2002 den Jacopo Foscari in "I DUE FOSCARI" (mit Leo Nucci als Francesco Foscari).
Bei den Salzburger Festspielen 2002 gab er Pollux in "DIE LIEBE DER DANAE" (Richard Strauss).
Im September sang er auf Zypern Calaf,
im Oktober 2002 gab er seinen ersten Calaf in Covent Garden London.
Im Dezember war Janez Lotric im Teatro Massimo in Palermo mehrmals als Manrico zu hören.

2003

Im Jänner 2003 sang er im Rahmen eines Gastspiels der Warschauer Nationaloper den Calaf in Tokio,
im Februar gab er den Bacchus ("ARIADNE AUF NAXOS") am Opernhaus Zürich,
im März sang er an der Bastille Opera in Paris Rodolphe / Arnold  in G. Rossinis "GUILLAUME TELL",
an der Hamburgischen Staatsoper sprang er als Calaf ein.

Im August 2003 gab es eine Aufführungsserie von "TURANDOT" in Santiago de Chile,
im Oktober folgte Arrigo in "I VESPRI SICILIANI" in Athen.

.Im November und Dezember 2003 sang Janez Lotric den Hoffmann in Tokio.

2004

Höhepunkte dieses Jahres waren die kurzfristige Übernahme der extrem schwierigen Titelrolle bei einer konzertanten Aufführung von "DIMITRIJ" (Antonin Dvorák) im Wiener Konzerthaus, die Auftritte an der Opéra Bastille in Paris als Bacchus ("ARIADNE AUF NAXOS"), Canio / Turiddu in "I PAGLIACCI" bzw. "CAVALLERIA RUSTICANA" am Aalto Theater Essen und Arrigo ("I VESPRI SICILIANI") am Teatro Massimo in Palermo.

2005

Am Beginn stand wiederum "DIE FLEDERMAUS" (Alfred) an der Wiener Staatsoper. Nach einer Aufführungsserie von "UN BALLO IN MASCHERA" (Riccardo) in Toulon gab es in Februar einen künstlerischen Höhepunkt. Janez Lotric sang an der Deutschen Oper Berlin unter Thielemann den Apollo in "DAPHNE" (Richard Strauss). Hier trat er auch noch in "AIDA" (Radames), "LA FORZA DEL DESTINO" (Alvaro) und "I PAGLIACCI" (Canio) auf.
In Slowenien sang er
„LES CONTES D’HOFFMANN“ (Hoffmann), "IL TROVATORE" (Manrico) und "NORMA" (Pollione).
Konzerte führten ihn nach Norwegen und Tschechien.
Im Oktober sang Janez Lotric in Tokio "AIDA" (Radames).
Im Dezember sang er erstmals an der Metropolitan Opera New York den Alfred in "DIE FLEDERMAUS".

2006

Im Jänner gab es noch Aufführungen an der MET.
Danach folgten einige RIGOLETTO-Aufführungen im heimatlichen Maribor.
Im März sang er an der
Tokyo Opera Nomori erstmals in seiner Laufbahn - und als Premieren-Einspringer - die Titelrolle in Verdis OTELLO.

Das Repertoire von Janez Lotric umfasst neben italienischen, französischen und deutschen auch selten gespielte Werke, wie die Titelpartie in der populären kroatischen komischen Oper "Ero, der Schelm".

Neben zahlreichen Rundfunk-, TV- und LP-Aufnahmen hat Janez Lotric „Sonetni venec dr. Franceta Preserna“ von L.M. Skerjanc sowie „Operatic Duets for Tenor and Bariton“, gemeinsam mit Igor Morozow auf CD aufgenommen.

Eine weitere CD mit großen Tenorarien von Donizetti, Gounod, Glinka, Offenbach, Verdi, Mascagni, Giordano, Leoncavallo und Puccini erschien im Dezember 1999 und fand bei Publikum und Presse eine begeisterte Aufnahme.

Im Juni 2003 erschien bei NAXOS eine neue Solo-CD ("Amore, sublime amore") mit Ausschnitten aus Opern von G. Verdi, R. Strauss, A. Adam u.a.).  

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